Camping ohne Taschen
Camping unterscheidet sich vom Festival in einem Punkt, der alles ändert: Es gibt ein Sanitärhaus, eine Platzordnung und jemanden, der zuständig ist. Dafür bleibt man länger, und ab dem zweiten Tag entscheidet nicht die Ausrüstung, sondern die Frage, ob die Sachen wieder trocken werden.
Der Weg zum Waschhaus
Das ist die Bewegung, die man auf einem Platz am häufigsten macht, und die Ausrüstung dafür ist kurz:
- Waschbeutel mit Haken. In der Dusche gibt es keine Ablage und keine Hosentasche. Der Haken ist der eigentliche Grund für den Beutel.
- Badeschuhe. Auf dem Weg und in der Dusche.
- Handtuch, und ein zweites für später.
- Stirnlampe für nachts. Beide Hände frei, und das Handy bleibt weg.
- Poncho oder leichter Bademantel für den Weg hin und zurück, morgens und abends.
Die Trocknungsfrage
Ein nasses Handtuch im Beutel ist am Abend ein Problem und am nächsten Morgen zwei. Was hilft, ist nicht das teurere Handtuch, sondern die Leine. Eine gedrehte Wäscheleine ohne Klammern, zwischen zwei Punkten gespannt, löst mehr als jede Materialentscheidung. Mikrofaser trocknet schneller als Frottee, aber auch sie muss dafür irgendwo hängen.
Was auf Naturistenplätzen anders ist
- Draußen textilfrei, drinnen angezogen. Auf vielen Plätzen gilt genau das: auf der Wiese und am Wasser ohne, im Restaurant, im Laden und am Empfang mit. Was gilt, steht in der Platzordnung, und die bekommt man beim Einchecken in die Hand.
- Fotografieren ist fast überall untersagt, ausdrücklich auch von den eigenen Kindern. Das ist die Regel, bei der Plätze keinen Spaß verstehen, und der Grund dafür ist einleuchtend.
- Familien sind normal. Wer damit nicht gerechnet hat, hat sich den falschen Platz ausgesucht, nicht umgekehrt.
- Handtuch auf jede Sitzfläche, auch auf die eigene. Campingstühle sind aus Gitterstoff, und das merkt man ohne Hose sofort.
Wohin mit den Wertsachen
Ein Zelt ist kein Tresor, ein Wohnwagen auch nicht. Auf einem bewachten Platz mit Schranke ist die Lage entspannter als auf einem Festivalgelände, aber die Regel bleibt dieselbe: Was du nicht verlieren willst, bringst du nicht mit. Manche Plätze haben ein Fach an der Rezeption, und danach fragt man beim Einchecken, nicht am dritten Tag.
Für den Weg zum Wasser gilt dann wieder das Übliche: an den Körper oder gar nicht erst mitnehmen, siehe Wohin damit.
Strom
Auf dem Platz ist der Akku selten das Problem, weil es Steckdosen gibt. Zum Problem wird er auf dem Weg dorthin und bei Plätzen ohne Strom am Stellplatz. Eine geladene Powerbank plus das passende Kabel ist die Antwort, und beides gehört vor der Abfahrt geprüft und nicht am Abend danach.
Die Liste für deinen Fall stellt die Packliste zusammen, mit Camping als eigener Aktivität und mehreren Tagen als Dauer. Sie zieht dann genau die Sachen dazu, die erst ab dem zweiten Tag zählen.
Was brauche ich für den Weg zum Waschhaus?
Einen Waschbeutel mit Haken, weil es in der Dusche keine Ablage gibt, Badeschuhe, ein Handtuch, einen Poncho oder Bademantel für den Weg und nachts eine Stirnlampe, damit beide Hände frei bleiben.
Gilt auf Naturistenplätzen überall textilfrei?
Meist gilt: draußen ohne, im Restaurant, im Laden und am Empfang mit. Was genau gilt, steht in der Platzordnung, die man beim Einchecken bekommt. Fotografieren ist fast überall untersagt, ausdrücklich auch von den eigenen Kindern.
- Drei Tage ohne SchließfachWohin damitAngezogenDas Zelt ist kein Tresor, das Auto auch nicht, und der Akku entscheidet über den Abend. Was daraus folgt.
- Sauna und ThermeSituationenTextilfreiDer leichteste Einstieg von allen. Zwei Handtücher, ein Band am Handgelenk, und fünf Zeilen Ablauf.
- Wenn der Schlüssel weg istWohin damitGilt für beidesVier Pannen, in der Reihenfolge, in der sie vorkommen. Und was in den ersten Minuten wirklich hilft.
Kommentare
Noch keine. Deiner wäre der erste.